Eklat in der Boxengasse

Das Raeder-Team um Frank Biela gewinnt den achten Lauf zur Langstreckenmeisterschaft

NÜRBURGRING. Drei, zwei, eins – bei Raeder geht’s bergauf. Nach den Plätzen drei und zwei in den vorangegangen Rennen gewannen Frank Biela (Monaco), Christian Hohenadel  (Quierscheid) und Thomas Mutsch (Bitburg) auf dem Audi R8 LMS des Privatteams Raeder den achten Lauf zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Den zweiten Platz belegten Marc Basseng (Neusalza-Spremberg) und Frank Stippler (Bad Münstereifel) auf dem Bilstein-Audi des Phoenix-Teams. Den dritten Platz sicherten sich Jochen Krumbach (Eschweiler), Timo Bernhard (Dittweiler) und Patrick Pilet (Frankreich) auf dem Nadelstreifen-Porsche des Manthey-Teams.

Lange Zeit sah es nach dem dritten Saisonsieg des Nadelstreifen-Porsche aus. Timo Bernhard sicherte seinem Team mit 8:22,206 Min. die schnellste Trainingsrunde und damit die Pole-Position. Startfahrer Patrick Pilet behauptete die Führung bis zum Fahrerwechsel und ließ sich auch durch Marc Hennerici nicht aus der Ruhe bringen, der im Timbuli-Porsche über Runden wie ein Schatten folgte. „Der Kerl ist unglaublich. Der hat gestern mit seinem privaten Cayman im Touristenverkehr seine ersten vier Runden auf der Nordschleife gedreht und fährt heute eine 8:17er Runde“, staunte man beiManthey über Pilet. Der Franzose übergab den Nadelstreifen-Porsche nach acht Runden an Stammfahrer Jochen Krumbach, der die Führung behauptete und vor Marc Basseng auf dem Phoenix-Audi zum erneuten Fahrerwechsel an die Box fuhr.

Dort kam es zum Eklat. „Basseng war zwei Wagenlängen hinter mir. Am Ende der Einfahrt habe ich gebremst, weil in der Boxengasse ein Geschwindigkeitslimit gilt. Basseng ist mir ins Heck gefahren“, erklärte ein empörter Jochen Krumbach. Nach dem Aufprallwar eine Felge gebrochen und die Spur verzogen. Krumbachs Beschwerde bei der Rennleitung blieb ungehört. Olaf Manthey schäumte. Die Laune des Teamchefs war zu diesem Zeitpunkt ohnehin nicht die beste. Bereits in der Anfangsphase hatte Oliver Kainz den von Manthey betreuten Wochenspiegel-Porsche vehement in die Leitplanken gesetzt und erheblich beschädigt.

Der Bonner Luca Ludwig und Christer Jöns (Ingelheim) belegten auf dem zweiten Phoenix-Audi den sechsten Rang. Auf dem elften Platz landete der Haribo-Porsche. Das Team war froh, überhaupt dabei zu sein. „Hans-Guido Riegel ging im Training mit Intermediates auf die abtrocknende Strecke, kam auf eine nasse Stelle und landete in den Leitplanken“, erklärte Unternehmenssprecher Marco Alfter den  Trainingsunfall der Goldbären.