24.092013

Mercedes gewinnt 1000 km-Rennen auf dem Nürburgring

Luca Ludwig auf Rang 8 / Porsche chancenlos

Von Oliver Ermert

Der Mercedes SLS des Teams HTP war nicht zu schlagen. Altmeister Bernd Schneider, Maximilian Buhk und Maximilian Götz gewannen überlegen das 1000 km-Rennen auf dem Nürburgring, den 5. und letzten Lauf zur Blancpain Endurance Series.

Luca Ludwig belegte gemeinsam mit dem Ex-DTM-Piloten Hubert Haupt und dem Schweden Andreas Simonsen auf einem Black-Falcon Mercedes den guten achten Rang. Vorjahressieger Marc Hennerici, der sich das Cockpit des Prospeed- Porsche 997 GT 3 R mit dem Niederländer Xavier Maassen und dem dem Belgier Maxime Solet teilte, wurde Neunter. Der Haribo-Porsche mit Hans Guido Riegel, Mike Stursberg und Richard Westbrook belegte unter 49 Startern Rang 26. Maximilian Buhk sicherte sich durch den Sieg den Meistertitel. Bernd Schneider und Maximilian Götz, die nur zwei Läufe bestritten, wurden Vizemeister.

Bereits im Qualifying zeichnete sich ab, daß das spätere Siegertrio nur schwer zu schlagen sein würde. Die Mannschaft um „Mr. DTM“ umrundete den 5,1 km lange Grand-Prix-Kurs als einziges Team unter 1.55 min und war eine gute halbe Sekunde flotter als der Zweitschnellste. Die Mannschaft um Luca Ludwig sicherte sich den elften Startplatz. „Das HTP-Auto ist einfach schneller“, stellte der Bonner fest. Richtig schlecht lief es in Training und Qualifying für die Porsche-Piloten. Der Haribo-Porsche mußte mit Startplatz 33 vorlieb nehmen, für den Prospeed-Porsche mit Marc Hennerici reichte es nur für Startplatz 37.

„Das Auto ist in der balance-of-performance so ungünstig eingestuft, daß wir hier keine Chance haben“, waren sich Hans Guido Riegel und Marc Hennerici einig. Nach dem Training wurde zwar das Mindestgewicht um 20 kg reduziert.  Dennoch verloren die Porsche im Rennen gut zwei Sekunden pro Runde auf die Spitze.

Beim Start übernahm Maximilian Götz im HTP-Mercedes die Führung und baute diese kontinuierlich aus. Nach anderthalb Stunden kam es zu einer Safety-Car-Phase. Diese nutzte das Black Falcon-Team für einen Boxenstopp. Der Reifenwechsel dauerte jedoch einige Sekunden zu lang, so daß man hinter dem Safety-Car und dem HTP-Mercedes auf die Strecke zurückkehrte. „Dadurch konnten wir uns nicht mehr zurückrunden und haben einige Positionen verloren,“ grämte sich Ludwig. Aber auch für die späteren Sieger lief nicht alles rund. Kurz vor Rennschluß mußten am HTP-Mercedes die Bremsbeläge gewechselt werden, so daß die Führung von Maxime Martin auf BMW übernommen wurde. HTP-Schlußfahrer Buhk attackierte den BMW zweimal am Ende der Start-/Zielgeraden und kam auch jeweils kurz vorbei. Martin konnte jeweils kontern und erst eine halbe Stunde vor Schluß konnte Buhk die Führung endgültig zurückerobern. Der Haribo-Porsche wurde im Rennen nach anfänglicher Aufholjagd durch eine Kollision und eine außerplanmäßige Reparaturpause eingebremst. So ziemlich alles richtig gemacht hatte dagegen die Truppe um Marc Hennerici, die im Rennen immerhin 28 Plätze gut machte.