05.062014

Luca Ludwig auf dem Lausitzring im Pech

Von Oliver Ermert BONN.  Enttäuschende Ausbeute für Luca Ludwig auf dem Lausitzring. Der Bonner und sein israelischer Teamkollege Alon Day belegten auf einem Mercedes SLS im fünften Saisonrennen zur ADAC GT Masters den fünften Rang.

Im sechsten Lauf am Sonntag erlebte Ludwig dagegen einen fürstlichen Abgang: Kein Geringerer als Albert von Thurn und Taxis schoss ihn von der Bahn. Nach dem Fahrerwechsel musste Teamkollege Alon Day den Mercedes abstellen. Auch das Siegburger Team Schiller-Motorsport, das in der ADAC Formel Masters startet, wurde arg gebeutelt.

Luca Ludwig und sein Team BKK Mobil Oil Zakspeed waren mit großen Erwartungen in die Lausitz gereist. Nach einem verpatzten Saisonauftakt in Oschersleben war bereits in Zandvoort eine steile Aufwärtsentwicklung erkennbar. Am Wochenende sollten endlich die ersten Podestplätze her.

In den freien Trainings und im Warm-up war die Truppe immer unter den vier Schnellsten. Im Qualifying für das erste Rennen klappte es nicht ganz so gut. Das Duo Ludwig / Day stellte seinen Mercedes SLS aber immerhin auf den achten Startplatz. Im Rennen kämpften sie sich bis auf den dritten Rang vor.

“Am Ende mussten wir aber eine Corvette und einen BMW passieren lassen. Die waren einfach schneller”, erklärte Ludwig nach dem Rennen und war mit dem fünften Rang zufrieden. Es siegten Maximillian Buhk und Maximillian Götz auf einem Mercedes des Teams HTP-Motorsport.

Das zweite Rennen stand von Beginn an unter keinem guten Stern. Im Qualifying erkämpften sich Ludwig/Day die zweitschnellste Zeit, die ihnen aber aberkannt wurde. Angeblich hatte der Zakspeed-Mercedes den Boxenbereich verlassen, als die Ampel an der Boxenausfahrt noch auf “Rot” stand. Das Team wurde daraufhin auf Startplatz 14 zurückversetzt.

Im Rennen arbeitete sich Startfahrer Ludwig stetig nach vorn. In der 20. Runde wollte Ludwig Fürst Albert von Thurn und Taxis überholen, der den Bonner jedoch in die Wiese drehte. “Das Problem ist sein Auto, der Chevrolet Camaro. In der Kurve ist er zu langsam und hält alle auf, auf der Geraden hat er soviel Dampf, dass man nicht an ihm vorbeikommt”, ärgerte sich Ludwig.

Thurn und Taxis wurde für die Aktion mit einer Zeitstrafe belegt. Alon Day, der Ludwig im Cockpit kurz nach dem Unfall ablöste, musste in der Folge mit ausgefallenem ABS und einem defekten Radträger aufgeben. Es siegten Claudia Hürtgen und Dominik Baumann auf einem BMW Z 4 des Schubert-Teams.

Nichts zu lachen hatte auch das Schiller-Team aus Siegburg, das in der ADAC Formel Masters antritt. Fabian Schiller musste das Qualifying ausfallen lassen. Sein Motor nahm kein Gas an. Später stellte sich heraus, dass ein Sensor defekt war. Im ersten Rennen kämpfte sich Schiller bis auf den achten Rang vor.

Im zweiten Rennen erhielt er eine Zeitstrafe, weil er in Kurve sieben wiederholt eine durchgezogene Linie überfahren hatte und wurde von Rang sieben auf Platz 13 zurückgestuft. Das dritte Rennen beendete er als Zehnter. “Uns klebt im Moment das Pech an der Backe,” erklärte Fabian, der mit hohen Erwartungen in die Saison gestartet war.

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