27.042013

Generalprobe für das 24h-Rennen auf dem Nürburgring

Am Wochenende werden über 200 Starter erwartet / In die Karten lässt sich niemand gucken

Von Oliver Ermert

Der Countdown läuft. Am kommenden Wochenende bietet der zweite Lauf zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring die letzte Chance zur Vorbereitung auf das 24h-Rennen am 17. bis 20. Mai 2013. Bislang stehen 227 Fahrzeuge in der Starterliste, darunter 33 Fahrzeuge aus der GT 3-Klasse. Die Fahrzeuge sind teilweise mit ehemaligen und gegenwärtigen DTM-Piloten und Werksfahrern aus anderen Rennserien prominent besetzt.

Nach einem fulminanten Einstand des neuen Frikadelli-Porsche, wird die Mannschaft um Klaus Abbelen am kommenden Wochenende auf die Dienste von Patrick Pilet zurückgreifen können. Der 32jährige Franzose – seit 2008 Porsche-Werksfahrer- gab im vergangenen Jahr sein Nordschleifen-Debüt und sorgte auf Anhieb für große Augen und offene Münder. Pilet, der bis dato auf der traditionsreichen Eifelrennstrecke gerade vier Runden in einem Privatwagen gedreht hatte, übernahm seinerzeit sofort die Führung und behauptete sie bis zum Fahrerwechsel. Zu den weiteren Speerspitzen der Zuffenhausener gehören u. a. auch die beiden Timbuli-Porsche. In dem Fahrzeug mit der Startnummer 35 verrichten u. a. der Ex-Bonner Marc Hennerici und der Kölner Christopher Brück ihre Dienste. Im Schwesterauto mit der Startnummer 45 gibt es ein Wiedersehen mit dem aus Burgbrohl stammenden ehemaligen DTM-Piloten Pierre Kaffer.

Haribo schickt zwei Porsche im Goldbären-Design ins Rennen, u. a. mit Hans-Guido Riegel am Volant.

Prominenz auch bei Audi. Dort wechseln sich u. a. die ehemaligen DTM-Piloten Markus Winkelhock, Rahel Frey, Frank Stippler und Frank Biela auf diversen Fahrzeugen ab. Letzterer teilt sich das Cockpit u. a. mit Luca Ludwig.

Auch in den Mercedes-Rennwagen geben sich namhafte Fahrer Klinke und Lenkrad in die Hand. In einem Black Falcon Mercedes gibt u. a.  Bernd Schneider Gas. „Ich will das 24h-Rennen gar nicht unbedingt gewinnen, ich will nur mal ankommen,“ verriet Schneider kürzlich. Tatsächlich hat „Mr. DTM“, mit fünf DTM-Titeln und 43 Laufsiegen der erfolgreichste deutsche Tourenwagen-Rennfahrer, beim 24h-Rennen noch nie die Zielflagge gesehen. Im Gegensatz zu den meisten anderen nimmt man dem Wahlschweizer daher das Tiefstapeln ab. Im Vorfeld des 24h-Rennens erklären alle Teams traditionell die Mitbewerber zu Favoriten, fahren in den Vorbereitungsrennen „mit angezogener Handbremse“ und lassen frühestens im Zeittraining zu dem Langstreckenklassiker ihre wahre Stärke erkennen.

Aus dem BMW-Lager zählen einmal mehr die beiden Schubert-BMW zu den Sieganwärtern, die beim Auftaktrennen die Plätze eins und drei belegten. U. a. werden hier erneut die DTM-Piloten Martin Tomczyk und Augusto Farfus starten. In einem weiteren BMW Z 4 teilen sich u. a. Uwe Alzen und Alex Margaritis das Cockpit.

Der Bonner Adam Osieka, Fahrer und Chef des Teams „GetSpeed“ in Personalunion, kämpft in seinem Cup-Porsche dagegen um den Klassensieg und einen Platz in den TopTen.

Das Zeittraining findet zwischen 8.30 Uhr und 10.00 Uhr statt. Das Rennen über vier Stunden startet um 12.00 Uhr.