16.042013

BMW gewinnt Auftaktrennen auf dem Nürburgring

Adam Osieka als 13. bester Bonner / Audi von Luca Ludwig fällt aus

Von Oliver Ermert

Alles Müller auf dem Nürburgring. Die Wahlschweizer Jörg und Dirk Müller gewannen gemeinsam mit Augusto Farfus (Brasilien) auf einem BMW Z 4 GT 3 des Schubert-Teams den ersten Lauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft auf der legendären Eifelrennstrecke. Zweiter wurden der Kölner Christopher Brück und der Niederländer Jaap van Lagen auf einem Timbuli-Porsche 911 GT 3 R. Den letzten Podestplatz sicherten sich Claudia Hürtgen (München), Martin Tomczyk (Kolbermoor) und Jens Klingmann (Leimen) auf dem zweiten Schubert-BMW.

„Das Jahr fängt richtig gut an. Ich habe jede einzelne Runde genossen,“ verkündete ein strahlender Dirk Müller nach dem Rennen. „Wir haben allerdings auch davon profitiert, daß das Frikadelli-Team ausgefallen ist,“ räumte Teammanager Stefan Wendl ein. Die Truppe um Fleischfabrikant Klaus Abbelen war mit einem neuen Porsche 911 GT 3 R angereist und hatte zunächst das richtige Rezept. Im morgendlichen Qualifying sicherte sich das Team die Pole-Position. Startfahrer Patrick Huismann behielt beim Start die Oberhand und etablierte den Frikadelli-Porsche an der Spitze. Hinter dem Führenden richteten sich zunächst drei BMW ein. Hinter dem Frikadelli-Porsche folgte Claudia Hürtgen in dem zweiten Schubert-BMW, dahinter Uwe Alzen (Betzdorf), der sich u. a. mit dem Alex Margaritis in dem H&R-BMW abwechselte. Die späteren Sieger um Startfahrer Jörg Müller folgten erst auf dem vierten Rang. Nach gut zweieinhalb Stunden kollidierte der Frikadelli-Porsche beim Überrunden mit einem anderen Teilnehmer und strandete im Kiesbett. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich bereits die beiden Timbuli-Porsche in den Kampf um die Spitze eingemischt. Sie belegten am Ende die Ränge zwei und vier. Die Truppe um Uwe Alzen und Alex Margaritis wurde am Ende Fünfter.

Unglücklich verlief der Saisonauftakt dagegen für Luca Ludwig auf dem Phoenix-Audi. Im Qualifying gelang dem Bonner auf noch nasser Strecke die drittschnellste Zeit. Seine Mitstreiter Johannes und Ferdinand Stuck wurden bei abtrocknender Strecke durch den dichten Verkehr und zahlreiche gelbe Flaggen eingebremst, so daß sich die Truppe am Ende auf dem 21. Startplatz wiederfand. Startfahrer Ludwig fuhr bis zum ersten Boxenstopp auf den dritten Rang vor und übergab den Audi an Ferdinand Stuck. Der Unglücksrabe flog kurz nach dem Wechsel in die Streckenbegrenzung und verhalf so zumindest den Fahrern zu einem frühen Feierabend. „Schade, ein fünfter oder sechster Platz wäre drin gewesen,“ meinte Ludwig nach dem Rennen.

Zufrieden war dagegen Adam Osieka. Der zweite Bonner im Feld ist unter die Teambesitzer gegangen. In Meuspath hat er das GetSpeed Performance Center gegründet und dort gleich seinen eigenen Porsche 911 GT 3 Cup vorbereitet. Gemeinsam mit Christer Jöns (Ingelheim) und Manuel Lauck (Lebach) belegte er den zweiten Platz in seiner Klasse und den 13. Rang in der Gesamtwertung. Der Haribo-Cup-Porsche, in dem sich die Nachwuchspiloten Mario Farnbacher (Lichtenau), Dominik Brinkmann (Dortmund) und Jeffrey Schmidt (Schweiz) abwechselten, belegten am Ende den 16. Gesamtrang. Der nächste Lauf findet am 27.04.2013 statt.