24.042015

Auf der Überholspur

BONN. Sie starteten ihre Karrieren als Strahlemänner und mussten in der Folge einige Rückschläge einstecken. Die Rede ist von Luca Ludwig und Peter Zakowski.Luca Ludwig stieg 2009 in den professionellen Motorsport ein, gewann gemeinsam mit Marc Hennerici in Oschersleben gleich die ersten beiden Läufe zur ADAC GT Masters und gehörte in den Folgejahren zu den dominierenden Piloten. 2012 und 2013 geriet die Karriere des Bonners ins Stocken. Auch das traditionsreiche Zakspeed-Team aus Niederzissen, dessen Geschicke seit Beginn der 90er Jahre von Peter Zakowski gelenkt werden, verschwand vor einigen Jahren aus dem Scheinwerferlicht. Seit dem vergangenen Jahr setzt Zakspeed einen Mercedes SLS in der ADAC GT Masters ein. Stammfahrer ist Luca Ludwig. Seitdem geht es für beide steil bergauf.

“Mit uns ist auf jeden Fall zu rechnen”, meint der Bonner vor dem diesjährigen Saisonauftakt in Oschersleben am Wochenende. Zu Beginn der vergangenen Saison war man kaum in der Lage, aus eigener Kraft in die Top Ten zu fahren. Ab Saisonmitte war das Zakspeed-Team ein ernsthafter Podestkandidat, beim letzten Lauf zur ADAC GT Masters in Hockenheim Siegaspirant. Damals hatte Ludwig im Samstagsrennen einen Fünf-Sekunden-Vorsprung herausgefahren. In diesem Jahr wurde der Flügeltürer unter anderem beim ersten VLN-Lauf auf dem Nürburgring eingesetzt. Ludwig machte da weiter, wo er wenige Monate zuvor aufgehört hatte. Zum Zeitpunkt des Abbruchs wegen eines Unfalls führte er.

In Oschersleben würde er gerne seinen Doppelsieg aus dem Jahr 2009 wiederholen. Sein Teamkollege in diesem Jahr ist Sebastian Asch aus Ammerbruch, Sohn des jahrelangen DTM-Piloten Roland Asch. “Wir haben im letzten Jahr viel gelernt und viel Detailarbeit geleistet. Ich sehe uns schon als Podestkandidat”, ist Peter Zakowski optimistisch. In der ADAC GT Masters werden in diesem Jahr erstmals Pirelli-Reifen benutzt, mit denen man bei Zakspeed gut zurechtkommt. “Unser Auto liegt mit den Reifen sehr neutral, und wir sollten daher wenig Verschleiß haben”, meint Luca Ludwig.

Offizielle Testfahrten in Oschersleben musste die Truppe ausfallen lassen. Man testete stattdessen auf der Nürburgring-Nordschleife. “Für die Rennen am Wochenende könnte das ein Nachteil sein. Aber schauen wir mal”, bleibt Ludwig optimistisch. Die beiden Rennen finden am Samstag und Sonntag jeweils zwischen 13.15 und 14.15 Uhr statt und werden live auf Sport1 übertragen.

 

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