30.042013

Audi ahoi! Fässler / Stippler siegen unter schwierigen Bedingungen

Bonner Ludwig und Osieka auf den Rängen 9 und 13 / Haribo mit einem Ausfall und Rang 24

Von Oliver Ermert

Turbulenter zweiter Lauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Die ehemaligen DTM-Piloten Marcel Fässler (Schweiz) und Frank Stippler (Bad Münstereifel) siegten auf einem Phoenix Audi R 8  souverän vor Dirk Adorf (Michelbach), Martin Tomczyk (Kolbermoor) und Jens Klingmann (Leimen) auf einem Schubert BMW Z 4. Den letzten Podestplatz sicherten sich der aus Burgbrohl stammende Pierre Kaffer, Norbert Siedler (Österreich) und Marco Seefried ( Wemding) auf einem Timbuli Porsche.

„Das waren heute schwierige Bedingungen.“ In diesem Punkt waren sich ausnahmsweise alle Fahrer einig. Im Training und in der Anfangsphase des Rennen hatten die Piloten zeitweise mit strömendem Regen und Nebel zu kämpfen. Am besten kam zunächst der Betzdorfer Uwe Alzen  in dem H & R BMW Z 4 mit den Bedingungen zurecht. Im Zeittraining distanzierte er die Konkurrenz um knapp 16 Sekunden. Auf die Pole-Position durfte der alte Haudegen sein Auto dennoch nicht stellen. Weil er unter gelber Flagge zu flott unterwegs war, wurde das Trio Alzen / Margaritis / Wlazik um fünf Plätze zurückversetzt. Als es nach zwei Aufwärmrunden endlich los ging – die Zusatzrunde wurde spendiert, damit sich die Fahrer etwas entspannter an die Verhältnisse gewöhnen konnten-, kämpften zunächst die späteren Sieger Fässler / Stippler mit Hennerici / Brück / van Lagen (Timbuli Porsche) und Arnold / Hannawald / Drewes (Mercedes) um die Führungsposition. Bereits in der zweiten Runde hatte sich jedoch die Mannschaft von Gelbsünder Uwe Alzen wieder in Führung gekämpft. Am Ende sollten sie jedoch nur auf dem 7. Rang landen. Da man bei einem Boxenstopp die vorgeschriebene Mindestzeit unterbot, hagelte es eine weitere Strafe. „Neben dem Speed war heute die Strategie entscheidend und wohl auch Glück,“ erklärte Stippler nach dem Rennen das Rezept der Sieger. Der Bonner Luca Ludwig, der sich das Cockpit mit dem Russen Roman Rusinov und Routinier Frank Biela teilte, mußte mit dem 21. Startplatz vorlieb nehmen. „Wir haben im Training probiert, ob man mit einer Trockenabstimmung im Regen fahren kann. Im Hinblick auf das 24h-Rennen ist das nicht unwichtig. Man kann nicht,“ nahm er es locker. Im Rennen machte das Trio 12 Plätze gut und drehte noch die drittschnellste Rennrunde. Platz 7 im Zeittraining, Gesamtrang 13 im Rennen und Sieg in seiner Klasse: Adam Osieka – seit diesem Jahr Fahrer und Teamchef in Personalunion- war nach der zweiten Vorstellung seines „GetSpeed“-Teams rundum glücklich. „Im Regen haben wir mit unserem Cup-Porsche zeitweise 26 GT 3-Autos hinter uns gelassen,“ strahlte der Bonner. Weniger Grund zur Freude hatte die Haribo-Truppe. Nach knapp anderthalb Stunden strandete der GT 3-Porsche mit einem technischen Defekt. Der mit Junioren besetzte Cup-Porsche beendete das Rennen in der Gesamtwertung auf dem 24. Rang.